Whales trauern um Ex-Coach

Der Tod von Arwed Krieg überschattet das letzte Saisonspiel – Aufstieg 2012 sein größter Erfolg

Die Whales Bremerhaven mussten sich im letzten Saisonspiel der Regionalliga-Nord mit 4:5 (4:4) nach Penaltyschießen gegen Vizemeister Hannover Hurricanez geschlagen geben. Die Niederlage spielte für den Inline-Skaterhockey-Meister der beiden vergangenen Jahre im Bürgerpark jedoch keine Rolle, da die Whales einen Tag zuvor vom Tod Arwed Kriegs erfuhren.

Bis zu seiner Krebserkrankung war Arwed Krieg der Fitnesstrainer der Whales und kümmerte sich im Hintergrund mit Ehefrau und Teammanagerin Petra Krieg um das Wohl der Spieler und des Vereins. „Arwed hat den Charakter der Whales gebildet und geprägt. Wir werden ihn immer in Erinnerung behalten“, sagte Spielertrainer Michael Fendt nach der letzten Partie, die auch Petra Krieg verfolgte. „Arwed ist nun ein Engel“, schrieb Petra Krieg in der Nacht zuvor per WhatsApp an Michael Fendt, der mit seinen Männern, so gut es ging, die traurige Nachricht wegstecken musste.

Die Whales führten nach Toren von Tim Ostendorff, Dennis Lütjen und Michael Fendt mit 3:0, doch die Gäste von der Leine konnten zum 3:3 ausgleichen. Danach traf Fendt zur erneuten Führung, die am Ende ohne Topscorer Matthias Krüer nicht mehr zum Sieg reichen sollten, da der Tabellenzweite noch zum 4:4 ausgleichen konnte und im Penaltyschießen die besseren Nerven hatte.

„Wir werden jetzt in aller Ruhe besprechen, wie es in der kommenden Saison weitergeht. Rouven Wisotzka, Matthias Krüer und Dennis Lütjen arbeiten daran, dass wir in einigen Jahren das Zepter an den jugendlichen Nachwuchs abgeben können“, so Michael Fendt.

Die Gedanken von Fendt & Co. kreisen in diesen Tagen aber natürlich auch um Arwed Krieg. Mit ihm als Trainer feierten die Whales in der Saison 2012 mit der gewonnenen Zweitliga-Meisterschaft und dem Aufstieg in die Bundesliga ihren größten Erfolg.

Davor war der 60-Jährige drei Jahre lang der Fitnesstrainer. „Arwed war hart, aber herzlich und hat immer seine Meinung gesagt. Er war ein angenehmer Schleifer. Ich erinnere mich noch genau, als wir sechsmal 36 Sprints auf dem Drachenberg und in der Sandkiste auf der GTV-Anlage machen mussten. Seine Menschenführung war 1A“, blickt Rouven Wisotzka respektvoll zurück, der Krieg als Trainer in der Saison 2013/14 abgelöst hatte. Auch seine beiden Söhne Rouven (seit 2005) und Julian (seit 2009) schonte Vater Arwed im Training nie.

Ehefrau Petra leitet nun schon seit gut zehn Jahren die Geschicke der Whales. Nach der Krebsdiagnose ihres Mannes musste sie jedoch kürzer treten.

Nach dem Engagement bei den Whales schloss sich Fußballer Krieg wieder der ersten Mannschaft der TSV Wulsdorf an und machte den ehemaligen Landesligisten fit, bis ihn die schwere Krankheit traf.

Zuvor coachte Krieg die A- und C-Jugend der Wulsdorfer und zusammen mit Frank Specketer die Landesliga-Mannschaft an der Heinrich-Kappelmann-Straße. Mit seinem Bruder Detlef spielte Arwed noch bei den Senioren der TSV Wulsdorf.
In seiner Glanzzeit spielte Arwed Krieg Ende der 70er-, und in den 80-Jahren bei SFL Bremerhaven, TuSpo Surheide und mit seinen Brüdern Detlef und Günter in der ersten Mannschaft des FC Sparta, bevor der Mittelfeldspieler unter anderem Mitte der 80er- Jahre mit Ex-OSC-Zweitligaspieler Heiko Schnaars in der dritten Mannschaft von SFL Bremerhaven kickte. „Unvergessen bleiben für mich das Probetraining 1976 bei Werder Bremen und 1981 das Spiel mit SFL im Nordsee-Stadi- on gegen Real Madrid. Da war sein Gegenspieler Nationalspieler Uli Stielike“, schwelgt Ehefrau Petra in Erinnerungen.

Whales als große Liebe

„Seine große Liebe waren aber die Whales, die ihn am Mittwoch zu Grabe tragen werden“, fügt Petra Krieg hinzu, die weitermachen will, wenn die Routiniers wie die Gebrüder Dennis und Bennet Lütjen, Rouven Wisotzka, Christoph Thewald, Jens True und Matthias Krüer noch ein bis zwei Jahre den Whales treu bleiben: „Irgendetwas muss ich ja auch in Zukunft um die Ohren haben.“

Whales: Buchheister – True, Dennis Lütjen, Bennet Lütjen, Fendt, Thewald, Wisotzka, Ostendorff, Söhl, Luca Näth, Den- nis Näth. (vs)

 

 

 

 

Whales setzen zum Abschluss auf die Jugend

Die Whales Bremerhaven empfangen am heute um 18 Uhr auf der Freifläche im Bürgerpark die Hannover Hurricanez. Vor 14 Tagen verlor das Team von Spielertrainer Michael Fendt das Hinspiel in Hannover mit 2:6. Nach der 7:8-Heimnie- derlage vor Wochenfrist nach Penaltyschießen gegen Meister Bissendorfer Panther II geht es für die Gastgeber in der Inline- Skaterhockey-Regionalliga nur noch ums Prestige.

Dabei muss Fendt auf Tino Kelke, Julian Krieg, Julian Scho- walter, Michael Stein, Markus Strodtmann, Tobias Schloder und auf Topscorer Matthias Krüer verzichten, der vor dem finalen Spieltag hinter Felix Gollasch (Bissendorfer Panther II, 48 Punkte) und John-Darren Laudan (SaltCityBoars Lüneburg, 46) mit 45 Punkten auf Platz drei der ligaweiten Scorerliste rangiert. Das ist bitter für den Ex-Meister der beiden vergangenen Jahre und für Krüer, der durchaus die Topscorer-Krone noch hätte gewinnen können.

Erste Sporen verdienen

Fendt gibt wieder einigen Nachwuchsspielern die Gelegenheit, sich bei den Senioren die ersten Sporen zu verdienen. Deshalb dürfen sich neben Hendrik Kurtenbach, Dennis und Niklas Näth sowie Clemens Luca auf viele Einsatzzeiten freuen.

In Hannover vergaben die Whales zwei Überzahlsituationen. Das soll heute gegen den Vizemeister besser klappen. Mit ei- nem Sieg könnten die Bremerhavener die SaltCityBoars Lüneburg noch vom dritten Platz verdrängen. (vs)

Whales bieten dem Meister heißen Kampf

Die Whales Bremerhaven zeigten gegen die Bissendorfer Panther II eine couragierte Leistung. Am Ende gewann der neue Meister mit 8:7 nach Penaltyschießen auf der Freifläche im Bürgerpark. Die Zuschauer sahen eine gute Inline-Skater-Hockey-Regionalliga-Partie auf Augenhöhe, in der die Whales das Blatt nach dem 0:2 noch bis zur ersten Drittelpause zum 3:2 drehen konnten. Im Mittelabschnitt glichen die Gäste aus dem Osnabrücker Land zum 3:3 aus. Dramatisch ging es im Schlussdrittel (4:4) zu.

Der Meister der beiden vergangenen Jahre um Spielertrainer Michael Fendt ließ sich nach dem 3:5 und 4:7 nicht schocken und stemmte sich vehement gegen die drohende Niederlage im Prestigeduell. Mit Erfolg. Nach Toren von Matthias Krüer (3), Rouven Wisotzka (2), Clemens Luca und Christoph Thewald musste das Penaltyschießen entscheiden. Hier hatten die Panther die besseren Nerven und holten den Zusatzpunkt.

Am Sonnabend empfangen die Whales Vizemeister Hannover Hurricanez.

Whales: Buchheister, Tiedge – True, Dennis Lütjen, Fendt, Kathmann, Krüer, Stein, Thewald, Wisotzka, Osterndorff, Schloder, Söhl, Kurtenbach, Näth, Luca. (vs)

Whales wollen neuen Meister ärgern

Die Whales Bremerhaven empfangen am Sonntag um 12 Uhr auf der Freifläche im Bürgerpark Meister Bissendorfer Panther II, der die Seestädter nach zwei Titeln in Folge abgelöst hat.

Das stand schon vor zwei Wochen fest, bevor das Inlineskater-Hockey-Kollektiv von Spielertrainer Michael Fendt am vergangenen Wochenende auch das Duell um die Vizemeisterschaft mit 2:6 bei den Hannover Hurricanez verlor.

Die Whales wollen die Gäste aus dem Osnabrücker Land zumindest ärgern. „Bissendorf war am konstantesten und ist deshalb verdienter Meister geworden. Sie wollen in die zweite Bundesliga aufsteigen und als Unterbau der ersten Mannschaft, die in der Bundesliga spielt, weiter an Qualität gewinnen“, weiß Fendt, der erneut auf Semjon Bär, Tino Kelke, Julian Krieg, Julian Schowalter, Bennet Lütjen und Markus Strodtmann verzichten muss.

Motiviert sind die Whales: Mit einem Sieg aus den beiden letzten Partien können die Bremerhavener zumindest noch Dritter werden. (vs)

Whales verlieren in Hannover

Die Whales Bremerhaven mussten gestern mit dem 2:6 bei den Hannover Hurricanez die vierte Saisonniederlage einstecken. Schon vor der Partie war klar, dass der Meister der Inline-Skaterhockey- Regionalliga der beiden vergangenen Jahre seinen Titel nicht mehr wird verteidigen können.
Spielertrainer Michael Fendt konnte mit seinem Mini-Kader nur zwei Reihen aufbieten. Das war ge- gen den Vizemeister zu wenig, der mit 3:0 in Führung ging, bevor Matthias Krüer kurz vor der Drittelsirene das 1:3 gelang. Im Schlussdrittel konnte Dennis Lütjen zum 2:4 verkürzen. „Wir haben danach zwei Überzahlsituationen nicht genutzt, ansonsten hätte das Spiel noch kippen können“, sagte Fendt über die am Ende deutliche Niederlage, die die Hannoveraner mit einem Doppelschlag (51./52.) besiegelten.
Am kommenden Sonntag empfangen die Whales noch den neuen Meister Bissendorfer Panther II um 12 Uhr auf der Freifläche im Bürgerpark, bevor sich die Hurricanez am 7. Oktober zum finalen Spieltag in Bremerhaven vorstellen müssen. (VS)